eWinner 1. Liga Trans MF Landshut Devils – Aforti Start Gniezno – 15.06.2022

Retourkutsche mit Karacho – Beim Rückrennen gegen Aforti Start Gniezno holen sich die Trans MF Landshut Devils nicht nur den Tagessieg, sondern schenken ihrem Teammanager Slawomir Kryjom auch noch den Bonuspunkt zum Geburtstag

Landshuter gewinnen am Samstag abend vor 1.550 Zuschauern in der OneSolar Arena klar mit 55:35

Am vergangenen Samstag abend gab es in der OneSolar Arena wieder strahlende Gesichter, als die Trans MF Landshut Devils das vor dem Rennen schier unmöglich Geglaubte wahr machten und sich trotz des 14-Punkte- Rückstands aus dem Auswärtsrennen bei Aforti Start Gniezno den begehrten und wichtigen Bonuspunkt sicherten. Damit belegt der einzige nicht-polnische Verein in der eWinner 1. Liga gegenwärtig Platz 3 der Tabelle hinter den beiden Favoriten Bydgoszcz und Zielona Gora.

Zwar mußten die Gastgeber zum Auftakt des Rennens einen 4:2-Heatsieg der Gäste durch Antonio Lindbäck und Peter Kildemand hinnehmen, jedoch wurde schon da klar, daß die Devils voll auf Angriff gebürstet waren, gelang es doch Kai Huckenbeck noch, sich zwischen Lindbäck und Kildemand auf Platz 2 zu schieben. Erfreu- licherweise zauberten gleich danach Norick Blödorn und Erik Bachhuber im Rennen der Junioren-Fahrer ein 5:1 auf die Bahn, so daß die Devils nach Heat 2 in Führung gehen konnten. Im nachfolgenden Lauf ertrotzte Dimitri Berge, der noch in der letzten Runde von an Oskar Faifer vorbeizog, gemeinsam mit Mads Hansen ein 3:3 gegen Ernest Koza, auf das Kim Nilsson und Norick Blödorn vor dem ersten Bahndienst noch ein 5:1 folgen ließen. Dies im Rerun, nachdem Szymon Szlauderbach gestürzt war und ins Krankenhaus gebracht werden mußte, nachdem er Nilsson touchiert hatte. Dieser blieb bei der Kollision zwar auf dem Bike, wurde aber schmerzhaft am Fuß getroffen – was ihn aber nicht hinderte, im Rerun auf Sieg zu setzen. Der aus den ersten vier Läufen resultierende Vorsprung von 6 Punkten wurde anschließend duch den zweiten, und auch letzten, Heatsieg der Gäste – hier hatte sich Lindbäck aus Position 4 noch an Riss und Hansen vorbei auf Position 2 geschoben – verkürzt, doch danach bauten die Devils ihr Polster kontinuierlich auf. Besonderes Highlight war zum einen Heat 6, als Erik Bachhuber sich in Führung wiederfand, Antonio Lindbäck immer am Hinterrad. „Das war ein Wahnsinn, ich habe mir gedacht, einfach weiterfahren, nicht nachdenken“, so ein glücklicher Bachhuber nach dem Rennen, „und dann war das auch noch das schnellste Heat an diesem Renntag!“ In Heat 8 fand dann auch Dimitri Berge den richtigen Setup und erzielte in Teamwork mit Norick Blödorn, der Peter Kildemand nieder- gerungen und in Schach gehalten hatte, ein weiteres 5:1.

Album Not found

Kai Huckenbeck nahm in der zweiten Hälfte des Rennens ebenfalls immer mehr Fahrt auf, kämpfte um jeden Meter insbesondere bei den Duellen mit Antonio Lindbäck, der vor allem die Außenbahn nutzte, und wurde in Heat 11 schließlich auch mit dem Heatsieg für seine Beharrlichkeit belohnt. Dank des gemeinsam mit Mads Hansen erzielten 5:1 war bei einem Tagesergebnis von 40:26 ab diesem Zeitpunkt der Rückstand aus dem Hinrennen egalisiert; nun hieß es, dies zumindest zu halten oder optimalerweise einen Vorsprung in der Gesamtabrechnung zu erarbeiten. Nach Heat 13 stand für die Devils eine positive Punktedifferenz von zwei Punkten zu Buche, so daß die beiden letzten Durchgänge die Entscheidung bringen mußten. Eine wichtige Vorentscheidung ermöglichte Kai Huckenbeck in Heat 14, als er ständig am Hinterrad des zunächst Führenden Kildemand hing, im letzten Umlauf noch an diesem vorbeiziehen konnte und damit ein 3:3 erzwang. In Heat 15 dann legte Dimitri Berge einen Raketenstart hin, während Kim

Nilsson nach hinten gegen Oskar Faifer absicherte – und so lautete das Tagesergebnis 55:35 zugunsten der Devils. Mit diesem Resultat lagen sie dann auch in der Gesamtabrechnung mit 6 Punkten vorne und hatten erreicht, was wohl nur wenige vor dem Rennen für möglich gehalten hatten.
„Sicherlich war das ein sehr schwieriges Duell für uns. Wir wußten, daße es um drei Punkte geht, die uns dem Ligaverbleib näher bringen. Aber die Jungs haben heute einen tollen Job gemacht, und darauf bin ich sehr stolz. Wir hatten etwas Schwierigkeiten, ins Rennen zu kommen – die Einstellungen, die vorher funktioniert hatten, mußten wir heute von Grund auf neu aufbauen. Umso glücklicher bin ich über das Ergebnis“, kommentierte Teammanager Slawomir Kryjom, dem seine Jungs mit dem Sieg und dem Bonuspunkt das wohl schönste Geburtstagsgeschenk gemacht hatten.

Facebooktwitterpinteresttumblr